Challenger-Cup 2026 Vorrunde

Die Woche vom 9.-13. März stand für die deutschen Bridgeclubs im Zeichen des Challenger-Cups. Hier hat man über die Vorrundenturniere die Möglichkeit, die Zwischenrunde zu erreichen und bei einem guten Abschneiden dort auch zum Finale zu fahren. Dieses Jahr findet es in Wiesbaden statt. Erreicht man das Finale, bietet sich einem die Gelegenheit, mit Clubspielern aus ganz Deutschland an einem Wochende um die Krone des Breitensports im deutschen Bridgeverband zu spielen.

Am Mittwoch haben auch wir ein Vorrundenturnier ausgetragen. Leider nur 4 Tische, aber immerhin kam es zustande. Die duplizierten Boards haben manch schwierige Reizung zu bieten gehabt. Besonders wenn man im Anschluss das Kommentarheft dazu liest, wird einem wieder deutlich bewusst, dass die Spitzenspieler in Deutschland ihre Blätter anders bewerten als die Clubspieler. Das beste Beispiel ist Board 14:

Helmut Häussler hat für die Westhand eine Semiforcing-Eröffnung vorgeschlagen. Das ebnet den Weg in 6 Treff. Bei uns am Tisch bin ich auf diese Idee überhaupt nicht gekommen. Und habe alles auf die Piks gesetzt. Im Nachhinein ist man schlauer, aber es ist wohl grundsätzlich besser nach 1 Pik von West und 1 NT von Ost, nun auf West 3 Treff zu reizen, um die Stärke der Hand durchzugeben. Ost wird sich sehr über diese Reizung freuen und man erreicht spielend 5 Treff und mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Topkontrakt mit Schlemm in Treff. Das Abspiel bereitet anschließend keine Probleme.

Ganz im Gegensatz zu dem Abspiel in 3 NT, wo wir nach meiner einseitigen Reizung gelandet sind. Nach Coeurausspiel machen die Gegner die ersten 5 Stiche und wir den Rest. Das ist ein trauriges „eentje down“ und ein Nuller.

Zum Glück ging nicht alles schief und es war insgesamt ein sehr interessanter Abend mit abwechslungsreichen Boards. Das gesamte Ergebnis finden Sie hier.

Hoffen wir, dass nächstes Jahr wieder mehr Weinheimer Clubspieler den Weg zur Vorrunde finden. Es lohnt sich auf jeden Fall und durchbricht die Routine der Clubabende.

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13. Zonta-Bridgeturnier

Dieses Jahr startete der Bridgefrühling in Weinheim punktgenau mit dem 13. Zonta-Bridgeturnier am 1.3. Das Wetter ließ die Laune schon von Winterblues hin zu Frühlingsfreuden steigen und die Damen vom Zonta-Club Weinheim brachten mit den wieder wunderbar dekorierten Räumen der Casino-Gesellschaft den Frühling an die Bridgetische. So konnten wir in Weinheim schon 2 Wochen vor der offiziellen Verabschiedung des Winters beim Sommertagszug mit einem bunten Bridgenachmittag den Frühling begrüßen.

Das Turnier wurde wie immer für einen guten Zweck veranstaltet und so gehen die Startgelder alle als Spende an den Frauennotruf Heidelberg/Mannheim. Es ist gerade in diesen Zeiten nicht genug wertzuschätzen, dass die Frauen vom Zonta-Club sich für die Rechte der Frauen weltweit einsetzen. Und es ist schön, dass auch die Bridgespieler sie hierbei so zahlreich unterstützten, und wir so an 10 Tischen ein Turnier über 24 Boards spielen konnten.

Um 12:15 Uhr ging es los mit Kuchen und Kaffee und nach vielen freudigen Begrüßungen und reger Unterhaltung mit lang nicht gesehenen Bridgefreunden, saßen die Bridgespieler schon bald an den Tischen und waren bereit für die 24 Boards. Frau Krüger, die Präsidentin des Zonta-Clubs Weinheim eröffnete das Ganze und nachdem Frau Hunn noch einige Worte an die Anwesenden gerichtet hatte, ging es pünktlich um halb zwei los.

Heute hatte vor allem Süd viel zu tun. An unserem Tisch waren es 10 Abspiele und 7 Ausspiele, bei denen Süd die richtigen Entscheidungen treffen musste. Ob es daran lag, dass dieses Wochenende die Planetenparade am Süd-Südwestlichem Himmel stattfand und so auch am Bridgetisch alle Augen auf Süd gerichtet waren? Meine Partnerin auf Süd löste alle Aufgaben mit Bravour und spielte ihre Hände sehr inspiriert, wodurch sie einen Top nach dem anderen holte. Das wohlverdiente Ende war der oberste Platz auf dem Siegerpodium. Ein Beispiel war Board 19:

Nach Pikausspiel gelangen ihr als einziger Alleinspielerin die 11 Stiche in 4 Coeur, die ihr zustehen. Es gab viele unterschiedliche Aufgaben heute zu meistern. Es waren extreme Verteilungen dabei mit 7er-Farben und Hände mit vielen Punkten, sodass es auf keinen Fall langweilig wurde. Das ganze Ergebnis und alle Hände finden Sie hier.

Die Paare auf dem Treppchen mit drei Damen vom Zonta-Club Weinheim – Frau Hunn (ganz links), Frau Shelly (dahinter) und die Präsidentin Frau Krüger (3. v. rechts).

Vielen Dank an die Frauen vom Zonta-Club Weinheim, die uns Bridgespielern einen sehr schönen Nachmittag bescherten – gleichzeitig für ihre Sache aktiv waren – und somit wieder viel Gutes getan haben. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

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Bridge im neuen Jahr

Das Jahr hat kaum angefangen, schon geht es weiter mit Bridge und dem Jahreswechselturnier in Frankfurt, bei dem es wie immer um Champagner geht. Fast alle Preisgelder waren in flüssiger Form bis auf ein paar Pralinen, die zur Auswahl standen bei der Preisverleihung.

Das Turnier fand unter sehr sportlichen Bedingungen statt. Im Spiellokal. dem Ronneburgsaal, waren die Temperaturen verdammt kühl, sodass viele nach und nach ihre Jacken wieder anzogen. Manch einem wurde es während des Spieles natürlich wieder warm, denn die Verteilungen waren alles andere als gemäßigt. Viele wilde Verteilungen mit 7-5, 6-6 usw. sorgten dafür, dass die meisten Boards für ordentlich Probleme beim Reizen sorgten und beim Abspiel oft genug eine unliebsame Überraschung parat hatten. Die Devise des Tages lautete, trotz aller verrückten Verteilungen die Ruhe bewahren. Denn so schön solche Hände auf den ersten Blick sind, tückisch sind sie allemal. Passen die Partnerhände zusammen, dann sind viel mehr Stiche möglich als die Figurenpunkte erwarten lassen. Passen sie jedoch nicht, dann heißt es, die eigenen Emotionen über die scheinbar so tolle Hand frühzeitig zu bremsen

Wie eröffnet man eine Hand mit 6-6 und zwei ordentlichen Farben war die Frage in Board 20 aus Durchgang 1:

Genau weiß ich nicht, wie die Anschriften auf N/S zustande gekommen sind. Allerdings wäre eine Idee, mit der Westhand als Teiler zu passen, um dann später mit einer Zweifärberkonvention die Verteilung zu zeigen. Sobald N/S anfangen zu reizen, werden sie ihren Pikfit finden und dann bis 3 Pik mithalten. Wie man sieht, ist das für O/W profitabel bis sehr profitabel. Am besten ist es, die Westhand mit 2 Coeur zu eröffnen und eventuell später noch die Karos zu reizen. Dagegen ist Süd machtlos. Passt er, dann stehen meist 2 Coeur erfüllt auf dem Scorezettel – eine gute Anschrift für O/W. Reizt er aber 2 SA mit seinem schönen Coeurstopper und 15 Punkten, dann landet er in 3 Pik, was mit einem Kontra von Ost sehr teuer wird. Fazit ist jedenfalls, bei Aufnahme der Westhand ruhig zu bleiben und nicht gleich voll anzugreifen. Meistens bekommt man noch eine Chance, die Hand zu reizen.

Auch aus Weinheim waren 2 Paare angereist, von denen eines die Ruhe bewahrte und trotz manchem Missgeschick noch in die Preisränge kam und sich zumindest mit einem der Preise über verpasste Chance trösten konnte. Das zweite Paar hat mitgespielt und sicherlich neue Erkenntnisse zum Reizen und Spielen gewonnen. Nach den eisigen Temperaturen zum Jahresanfang hoffen wir bei weiteren Turnieren auf komfortablere Umstände und bessere Lösungen für ungewöhnliche Situationen.

Allen ein frohes neues Jahr mit guten Ideen am Bridgetisch! Denn schlechte Karten gibt es beim Bridge nicht, man muss nur das Richtige daraus machen!

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