Die Woche vom 9.-13. März stand für die deutschen Bridgeclubs im Zeichen des Challenger-Cups. Hier hat man über die Vorrundenturniere die Möglichkeit, die Zwischenrunde zu erreichen und bei einem guten Abschneiden dort auch zum Finale zu fahren. Dieses Jahr findet es in Wiesbaden statt. Erreicht man das Finale, bietet sich einem die Gelegenheit, mit Clubspielern aus ganz Deutschland an einem Wochende um die Krone des Breitensports im deutschen Bridgeverband zu spielen.
Am Mittwoch haben auch wir ein Vorrundenturnier ausgetragen. Leider nur 4 Tische, aber immerhin kam es zustande. Die duplizierten Boards haben manch schwierige Reizung zu bieten gehabt. Besonders wenn man im Anschluss das Kommentarheft dazu liest, wird einem wieder deutlich bewusst, dass die Spitzenspieler in Deutschland ihre Blätter anders bewerten als die Clubspieler. Das beste Beispiel ist Board 14:

Helmut Häussler hat für die Westhand eine Semiforcing-Eröffnung vorgeschlagen. Das ebnet den Weg in 6 Treff. Bei uns am Tisch bin ich auf diese Idee überhaupt nicht gekommen. Und habe alles auf die Piks gesetzt. Im Nachhinein ist man schlauer, aber es ist wohl grundsätzlich besser nach 1 Pik von West und 1 NT von Ost, nun auf West 3 Treff zu reizen, um die Stärke der Hand durchzugeben. Ost wird sich sehr über diese Reizung freuen und man erreicht spielend 5 Treff und mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Topkontrakt mit Schlemm in Treff. Das Abspiel bereitet anschließend keine Probleme.
Ganz im Gegensatz zu dem Abspiel in 3 NT, wo wir nach meiner einseitigen Reizung gelandet sind. Nach Coeurausspiel machen die Gegner die ersten 5 Stiche und wir den Rest. Das ist ein trauriges „eentje down“ und ein Nuller.
Zum Glück ging nicht alles schief und es war insgesamt ein sehr interessanter Abend mit abwechslungsreichen Boards. Das gesamte Ergebnis finden Sie hier.
Hoffen wir, dass nächstes Jahr wieder mehr Weinheimer Clubspieler den Weg zur Vorrunde finden. Es lohnt sich auf jeden Fall und durchbricht die Routine der Clubabende.



