Bridge im neuen Jahr

Das Jahr hat kaum angefangen, schon geht es weiter mit Bridge und dem Jahreswechselturnier in Frankfurt, bei dem es wie immer um Champagner geht. Fast alle Preisgelder waren in flüssiger Form bis auf ein paar Pralinen, die zur Auswahl standen bei der Preisverleihung.

Das Turnier fand unter sehr sportlichen Bedingungen statt. Im Spiellokal. dem Ronneburgsaal, waren die Temperaturen verdammt kühl, sodass viele nach und nach ihre Jacken wieder anzogen. Manch einem wurde es während des Spieles natürlich wieder warm, denn die Verteilungen waren alles andere als gemäßigt. Viele wilde Verteilungen mit 7-5, 6-6 usw. sorgten dafür, dass die meisten Boards für ordentlich Probleme beim Reizen sorgten und beim Abspiel oft genug eine unliebsame Überraschung parat hatten. Die Devise des Tages lautete, trotz aller verrückten Verteilungen die Ruhe bewahren. Denn so schön solche Hände auf den ersten Blick sind, tückisch sind sie allemal. Passen die Partnerhände zusammen, dann sind viel mehr Stiche möglich als die Figurenpunkte erwarten lassen. Passen sie jedoch nicht, dann heißt es, die eigenen Emotionen über die scheinbar so tolle Hand frühzeitig zu bremsen

Eine Hand, die zeigt, dass es auch mal gut ist, am Anfang zu passen – trotz 6-6 mit zwei ordentlichen Farben -, ist Board 20 aus Durchgang 1:

Genau weiß ich nicht, wie die Anschriften auf N/S zustande gekommen sind. Allerdings wäre eine Idee, mit der Westhand als Teiler zu passen, um dann später mit einer Zweifärberkonvention die Verteilung zu zeigen. Sobald N/S anfangen zu reizen, werden sie ihren Pikfit finden und dann bis 3 Pik mithalten. Wie man sieht, ist das für O/W profitabel bis sehr profitabel. Die andere erfolgreiche Strategie ist, die Westhand mit 2 Coeur zu eröffnen. Dagegen ist Süd machtlos. Passt er, dann stehen meist 2 Coeur erfüllt auf dem Scorezettel – eine gute Anschrift für O/W. Reizt er aber 2 SA mit seinem schönen Coeurstopper und 15 Punkten, dann landet er in 3 Pik, was mit einem Kontra von Ost sehr teuer wird. Fazit ist jedenfalls, bei Aufnahme der Westhand ruhig zu bleiben und nicht gleich voll anzugreifen. Meistens bekommt man noch eine Chance, die Hand zu reizen.

Auch aus Weinheim waren 2 Paare angereist, von denen eines die Ruhe bewahrte und trotz manchem Missgeschick noch in die Preisränge kam und sich zumindest mit einem der Preise über verpasste Chance trösten konnte. Das zweite Paar hat mitgespielt und sicherlich neue Erkenntnisse zum Reizen und Spielen gewonnen. Nach den eisigen Temperaturen zum Jahresanfang hoffen wir bei weiteren Turnieren auf komfortablere Umstände und bessere Lösungen für ungewöhnliche Situationen.

Allen ein frohes neues Jahr mit guten Ideen am Bridgetisch! Denn schlechte Karten gibt es beim Bridge nicht, man muss nur das Richtige daraus machen!

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Paarmeisterschaft 2025 ist entschieden

Knapper geht es kaum! Dass der letzte Termin der Paarmeisterschaft diese entscheiden wird, das war, wie schon die Jahre davor, auch dieses Mal so. Die Streichwertung sorgt für den Spannungseffekt. Drei Paare waren noch im Rennen, Renate Hagedorn mit Dan Hagedorn an der Spitze, knapp gefolgt von Helga Träger – Dr. Christoph Meyer und mit Chancen noch Blanca Dross – Werner Eichler.

Die Führenden konnten nicht teilnehmen, da ein Geburtstag gefeiert wurde. Hier noch mal Gratulation an Dan. Das machte es den beiden anderen Paaren leichter, besonders für Helga und Christoph war es nun möglich mit einem Ergebnis von etwas über 56% auf den ersten Platz zu kommen. Und sie machten es genau so, mit 56,25% gewannen sie sowohl das letzte Paarmeisterschaftsturnier als somit auch die gesamte Paarmeisterschaft – mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,03%! Die Teilnahme an allen 6 Terminen hatte sich also gelohnt. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Nächstes Jahr haben wieder alle die Chance Paarmeister zu werden, einzige Voraussetzung: MITSPIELEN!

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Nikolaus beim Bridgeclub

Am Vortag des zweiten Adventsonntags, dieses Jahr der Nikolaustag, haben wir uns im Wiener Heurigen getroffen, um unsere diesjährige Weihnachtsfeier mit einem Turnier und anschließendem Festessen zu begehen. Traditionell ist das Weihnachtsturnier auch ein Spendenturnier für den Kinderförderfonds und die Mitglieder des BC Weinheims haben 635,-€ dafür gespendet. Vielen Dank an alle!

Zu Beginn gab es weihnachtliches Gebäck und Christstollen. Besonders letzterer fand großen Anklang. Das waren die ersten Schlemmereien. Beim Turnier über 12 Runden á 2 Boards an 8 Tischen gab es dagegen nichts zu schlemmen. Hin und wieder wurde ein Schlemm versucht, aber der Nikolaus hatte für die mutigen Reizer kein süßes Ende vorgesehen und so fielen die vier gereizten Schlemms allesamt. Die schönste Hand des Turniers, die mit 16 Punken auf sage und schreibe 10 Spielstiche kommt, hatte Süd gegen Ende des Turniers in Board 21:

Wenn man keine Konvention hat, die diese Verteilung schon bei der Eröffnung annähernd beschreibt, hat man zwei Möglichkeiten: entweder eine Partieforcing-Eröffnung – dann wird Partner mit seinen schönen 10 Punkten vor Schlemm nicht stoppen -, oder man beginnt etwas riskant mit 1 Pik – Partner könnte passen, ein Alptraum -. Beginnt man mit 1 Pik, ist jedes Gebot des Partner eine Enttäuschung. Erst kommt 2 Treff und nach den eigenen 3 Coeur, reizt er 3 SA. Wer sich trotzdem nicht aufhalten lässt, reizt nun einfach 6 Coeur und lässt den Partner entscheiden, welche Oberfarbe gespielt werden soll. Leider passen die Hände diesmal schlicht und einfach nicht zusammen, und mehr als 11 Stiche sind nicht zu holen.

Die späteren Sieger, Helga Träger und Helmut Becker, haben es hier dennoch mit Schlemm versucht. Selbst wenn sie an der Stelle keinen Erfolg hatten, so sind sie mit ihrer Reizstrategie am Ende erfolgreich gewesen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Erika Sattler- Gerhard Doose und Renate Hagedorn – Ula Pfeifer. Gratulation an alle!

Nach dem Sekt ging es an das Buffet mit wieder einmal köstlichen Salaten, Lauchcremesuppe und Wildgulasch oder Dorade, oder beides. Hier konnte ohne Angst vor Fallern nach Herzenslust geschlemmt werden.

Wieder einmal hat uns das Team vom Wiener Heurigen hervorragend bedient und die Küche war aufs Neue sehr schmackhaft. So freuen wir uns auf den Juli 2026 und unser Sommerfest dort.

Für alle, die sich die 24 Boards noch einmal in Ruhe anschauen wollen, hier das Ergebnis des Turniers.

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